Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Thriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. Februar 2014

[Rezension] Das Labyrinth erwacht

Erschienen: Januar 2013
Autor: Rainer Wekwerth
Erschienen im Arena Verlag
Themengebiet: Labyrinth, geheimnisvolle Macht
Seitenzahl: 407 (gebunden)




Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.



In diesem Buch gibt es insgesamt nur sieben Charaktere, die alle so grundverschieden sind wie es nur geht. Von Zicke bis zum Agro-Typen sind alle vertreten. Da der Autor, die Personen so lebhaft beschreibt, hat man am Ende des Buches, das Gefühl sie persönlich zu kennen. In jedem neuen Kapitel wird die Story wieder aus einer anderen Perspektive geschrieben, sodass man die Beweggründe der einzelnen Personen besser versteht, man kriegt immer wieder einen Blick auf ihre Erinnerungen (nur die  noch übrig sind) ab und man fiebert gerade zu mit wer es jetzt schafft zum Portal zu kommen oder nicht.



Schon von Anfang an ist das Buch spannend geschrieben und die Spannungskurve sinkt  auch im Laufe des Buches nie. Obwohl die Landschaft und die einzelnen Charaktere sehr genau beschrieben werden, zieht auch die Story nicht dahin. Was mich zum Kauf des Buches überzeugt hat, war ein Zitat von Ursula Poznanski, was auf dem Buch drauf steht: "Spannender geht's nicht!". Und damit hat sie auf jeden Fall recht. Wekwerth hat auf jeden Fall einen packenden, mitreißenden und süchtig machenden Schreibstil, der sehr gut zum lesen ist.


Die Idee, dass mehrere Jugendliche mitten im Nirgendwo alleine aufwachen, ohne zu wissen wer sie sind oder was sie hier machen, fand ich klasse. Inhaltlich wiederholt sich der Autor von der Grundidee zwar oft, hat es aber so umgewandelt, dass es doch immer wieder etwas anders ist. Es entwickelt sich auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen einigen der Personen, wobei die Eifersucht natürlich nicht fehlen darf. Außerdem fand ich noch gut, dass dank der verschiedenen Charakter-Typen, alles von Verrat, Zusammenhalt, Hass, Freundschaft, Misstrauen und Liebe vertreten war. Was mir gefehlt hat waren zusätzlich Informationen, mit denen der Leser selbst mitraten kann, wie die Jugendlichen dort überhaupt gelandet sind. Aber so hat man überhaupt keine Ahnung, was der mögliche Grund dafür sein könnte. Trotzdem lohnt es sich sehr, für all jene die spannende Thriller mögen dieses Buch zu lesen :)


Es ist unvorstellbar, dass er mich bloß durch Zufall gefunden hat."


Ein sehr packender und spannender Thriller! Man sollte dieses Buch auf keinen Fall spät abends anfangen, weil es sein könnte, dass man es die ganze Nacht durchliest.








Samstag, 11. Januar 2014

[Rezension] Saeculum

Thriller
Erschienen: 2. November 2011
Autor: Ursula Poznanski
Erschienen im Loewe Verlag
Themengebiet: Mittelalter-Rollenspiel
Seitenzahl: 496 Seiten (Broschiert)




Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein. 
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit. 

Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald?




Da gibt es einmal den 20-jährigen Bastian, der Sohn eines extremreichen und erfolgreichen Arztes der selbst fleißig Medizin studiert und erstmal als ganz schön streberhaft rüberkommt. Umso verwunderlicher ist es, dass die quirlige und hübsche Sandra ihm zu einem Rollenspiel in der Wildnis mitnimmt. Im Laufe des Buches merkt man immer mehr wie Bastian aus seinem erst so braven Kleid flieht und sich immer mehr zu einem interessanten jungen Kerl verwandelt. Ursula Poznanski beschreibt alle Charakter sehr genau, spannend und detailgetreu, sodass man manche Personen am liebsten umbringen und die anderen umarmen will.


Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist einfach der Wahnsinn, das ganze Buch hindurch schafft sie es immer wieder den Leser vollkommen zu überraschen und zu faszinieren. Am liebsten mag ich an ihrem Schreibstil, dass der Schluss immer ganz anders, viel genialer und besser kommt, als man sich es vorstellen hätte können.

Die Geschichte an sich fand ich sehr gut, weil es auch einfach mal eine neue Idee war, die noch nicht in tausenden Romanen oder Thrillern schon wiedergegeben wurde. Das Live-Rollenspiel ist ein Hobby, für das sich immer mehr Erwachsene aber auch Jugendliche interessieren, es aber trotzdem noch eine sehr unbekannte "Sportart" ist. Die Autorin konnte den Leser geradezu für diese Faszination des Mittelalters begeistern und doch kommt einem, im Laufe des Lesens, das Gruseln durch die ganzen geheimnisvollen und rätselhaften Dinge die passieren. Man wird super in das Geschehen hinein versetzt, sodass man gut merkt wie sich das ganze immer mehr zuspitzt und schließlich zu einem absolut umwerfendem Ende explodiert. Insgesamt fand ich, dass Poznanski aus dieser tollen Idee nicht mehr hätte rausholen können.

"Es gibt keine merkwürdigen Gegenden", sagte sie "Es gibt nur merkwürdige Menschen."

Einer der besten Thriller, die ich bisher gelesen habe und das mag was heißen.